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Frame-Treffen am 12.12.2011 im jfc Medienzentrum Köln

von Norbert Ahlers

Auf der Sitzung der FRAME, der Konferenz unabhängiger Medienzentren, ging es um die Verhältnisbestimmung der Medienpädagogik zur kulturellen Bildung. Die lebhafte Diskussion zeigte nicht nur den Klärungsbedarf der aktiven Medienpädagogen, sondern auch deren Dilemma. Wie sehr die Auffassungen auseinandergingen, wurde am Beispiel des Umgangs mit sogenannter unkorrekter Filmarbeit deutlich, an der man die Grenzen der Pädagogik zu skizzeren suchte.

Der Aufsatz „Medien der kulturellen Bildung – kulturelle Bildung der Medien“ von Gerda Sieben (in: „Digitale Kreativität“, MedienConcret Nr. 1/11) beschreibt die Schwierigkeiten dieser Verhältnisbestimmung sehr präzise und dürfte gegenwärtig wohl die geeignete Ergänzung zu der Initiative „Keine Bildung ohne Medien“ sein.

Unabhängig davon bleibt die Frage dennoch offen, wie Bildung in der Informationsgesellschaft heute inhaltlich konkret zu verstehen ist. Das Versprechen der Bildung bleibt auf der Strecke, wenn man Pädagogik nur als „Abholen“ und Kompetenzvermittlung für die Optionen der Kreativbranche versteht, auf die sich die journalistische Tradition der Aktiven Medienarbeit inzwischen oft reduziert hat.

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