Am Rande des Heidelberger Stummfilm-Symposiums: “Mediale Erzählformen vom Krieg”

von Norbert Ahlers

Die Vorbereitungen für das Pilotprojekt des Instituts für Filmgeschichte(n) haben ihren Anfang genommen. Mit diesem Projekt will das Team des Stummfilm-Symposiums klären, ob man in Heidelberg weitere Schritte in Richtung Filmwissenschaft gehen kann.

Schwerpunkt des Projektes ist die Erinnerungsarbeit, genauer die “medialen Erzählformen vom Krieg”. Damit sind allerdings weniger die Kriegsfilme gemeint als vielmehr die Gelegenheitsfotos von Soldaten, mit denen sie versuchten, ihr eigenes Bild von ihrem Kriegsalltag zu dokumentieren und zu begreifen. Schwerpunkt sind die Aufnahmen aus dem Weltkrieg von 1914-18, weil zu einem hier ein mediengeschichtlicher Zusammenhang zum Stummfilm-Symposium beschrieben werden kann und zum anderen, weil die Fotografie als moderne Bildtechnik erstmals in größerer Zahl von Amateuren genutzt wurde. Im Gegensatz zu den dramaturgischen Erzählungen der Filmindustrie beschreiben die privaten Bilder vom Krieg einen subjektiven Ausschnitt vom Kriegsalltag.

Die Arbeitsgruppe will versuchen, mit der Analyse des Bildmaterials einen Verständnis für den Erinnerungsprozeß von historischen Zäsuren nachzuvollziehen. Dabei ist sich das Team bewußt, dass diese Arbeit weit mehr ist als pure historische Quellenarbeit und will daher versuchen, das Material für Schulen aufzuarbeiten.

Weitere Informationen dazu unter info@kineskop.de

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Eingeordnet unter Film & Notizen zur Ästhetik, Film im Unterricht, Film- und Medienwissenschaften, Filmgeschichte, Kurzfilm, Medienwerkstätten, Universität Heidelberg

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